CRISPR und PCR sagt Ihnen wenig?

 

27.3.2018 – 20 Lehrer konnten am 22.und 23. März 2018 in einem Lehrerpraktikum zu „Genome Editing“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel tiefer einsteigen. Die Teilnehmer arbeiteten mit Nutzpflanzen, bei denen gezielt eine oder mehrere Gene durch CRISPR/CAS verändert worden waren. Neben der theoretischen Einführung in die Genomforschung und Gentechnik wurden verschiedene Methoden vorgestellt, die ein Genome Editing ermöglichen. Die rechtlichen und gesellschaftlichen Implikationen wurden diskutiert. Im biochemischen Labor durften die Lehrer selbst Pflanzen-DNA isolieren und die Mutation mittels PCR und Gel-Elektrophorese nachweisen.

Also: CRISPR und PCR sind Begriffe aus der Gentechnik. CRISPR ist eine Ansammlung von sich wiederholender Sequenzen im DNA-Strang von Bakterien – ein „lernendes Immunsystem“, welches eindringende Fremd-DNA zerstört. Erst im Jahr 2011 hatten die beiden Wissenschaftlerinnen Emmanuelle Charpentier und Jennifer A. Doudna (University of California) die Idee, aus einem antiviralen Schutzmechanismus von Bakterien ein molekularbiologisches Werkzeug zu entwickeln. Ihre CRISPR/Cas-Methode ermöglicht es, DNA-Bausteine im Erbgut so einfach und präzise zu verändern, wie es bis dahin unvorstellbar war. Die Entdeckung kam in der Welt der Gentechnik einer Revolution gleich.

PCR steht für „Polymerasekettenreaktion“ - eine Technik, mit der winzige Mengen DNA vervielfacht werden können, z.B. für Untersuchungen, ohne einen Zellteilungsprozess zu benötigen. Die PCR ist nicht mehr ganz so jung wie CRSPR/CAS. Sie wurde 1989 von dem amerikanischen Chemiker Kary B. Mullis erfunden, der dafür 1993 den Nobelpreis erhielt.

Zwei Videos, in denen CRISPR/Cas sehr anschaulich erklärt wird, finden Sie auf dem YouTube-Kanal Terra X Lesch & Co.:

Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=_NexbXXwkZY
Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=EXERMOAIyUE

 

(Foto VCI Nord e. V.)