Dow gewinnt Responsible Care-Wettbewerb

14.6.2017 – Sieger des diesjährigen Responsible Care-Wettbewerbs zum Thema Kreislaufwirtschaft ist die Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH aus Stade. Auf der gestrigen Mitgliederversammlung des VCI Nord überreichte Reinhold von Eben-Worlée den ersten Preis an Dieter Schnepel, Rolf Nettersheim, Stefan Roth und Henrik Harz (s. Foto) für ihr Konzept zur nachhaltigen Nutzung von salzhaltigen Prozessabwässern.

„Die Einsparungen durch die vom Dow Werk in Stade entwickelte Technologie sind enorm“, lobte die Jury um Dr. Thomas Jostmann von Evonik Degussa, Gerald Proß von der IG BCE Nord und Dirk Jepsen vom Institut für Ökologie und Politik das innovative Projekt. Einige Millionen Kubikmeter Abwasser pro Jahr würden nun rezykliert, wodurch sich der Bedarf an Frischwasser reduziere, weniger Salz gewonnen werden müsse und die Salzkavernen länger genutzt werden könnten.

Kavernen sind unterirdische Hohlräume, aus denen das Dow Werk in Stade Salz gewinnt, wozu normalerweise große Mengen Wasser notwendig sind. Hier setzt die neue Technologie an: Statt Frischwasser in den Salzstock hineinzupumpen, wird das zuvor in einem speziell darauf ausgerichteten Hoch-Turm-Biologie-Prozess in einer biologischen Kläranlage aufbereitete Abwasser der Anlagen in Stade dorthin geleitet. Dieses aufbereitete Abwasser dient mit etwa sieben bis acht Prozent Restsalzgehalt dem Aussolen des Salzes in den unterirdischen Kavernen. Durch diesen Restsalzgehalt muss insgesamt 30 Prozent weniger Rohsalz abgebaut werden. Der Kreislauf schließt sich, wenn das mit rund 25 Prozent Salz gesättigte Wasser als Sole durch die Pipeline wieder zurück ins Werk Stade geführt und in der Elektrolyse-Anlage zur Herstellung von Chlor, Natronlauge und Wasserstoff genutzt wird.

Bild : v.l.n.r. Dieter Schnepel, Rolf Nettersheim, Henrik Harz , Stefan Roth, Reinhold von Eben-Worlée



Bild: Biologische Kläranlage Dow Werk Stade_Copyright Hager Press