Mit einer Windwasserstoffstrategie kann die Energiewende gelingen

26.2.2018  – „Wasserstoff-Technologie ist längst keine Utopie mehr, sondern in anderen Ländern im Alltag vieler Menschen angekommen“. Zu diesem Ergebnis kommt E&Y in seiner in Zusammenarbeit mit dem ChemCoast e. V. jüngsten Veröffentlichung „Windwasserstoff – Die Zukunft der Energiewende“.

Das Papier zeigt die unterschiedlichen Rollen des Wasserstoffs auf: der Energieträger Wasserstoff kann nicht nur effizient gespeichert und flexibel in Strom oder Wärme umgewandelt werden. Er bietet auch für den Verkehrsbereich und die Industrie großes Potenzial, Erneuerbare Energie in diesen Sektoren  zur Reduzierung der CO2-Emissionen einzusetzen. Andere  Länder machen es uns bereits vor: Japan oder Südkorea haben das Potenzial von Wasserstoff für eine CO2-freie Energieversorgung erkannt und mit einer klaren Umsetzungsstrategie und überprüfbaren Zielen hinterlegt. Auch Norddeutschland könnte durch seine regionalen Stärken eine Vorreiterrolle  übernehmen und als  „Pilotregion Windwasserstoff“ einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit  der Energieerzeugung und -nutzung leisten.


Für die Politik bieten sich Handlungsbedarf und Handlungsoptionen gleichermaßen:

  • Wir brauchen klare, überprüfbare Ziele, um durch Skaleneffekte die Kosten für diese (noch teuren) Zukunftstechnologien zu senken.
  • Wir müssen Pilotprojekte anstoßen und begleiten, die das Vertrauen in und die Erfahrung mit Brennstoffzellen in der Industrie, in Unternehmen und im private Bereich ausbauen.
  • Wir müssen dabei den Fokus auf Regionen setzen, die sich besonders für die Gewinnung und den Einsatz von Wassersoff eignen.
  • Wir brauchen eine Infrastruktur, die die Flexibilität und Resilienz des gesamten Strom- und Energiesystems stärkt – auch im Hinblick auf die Sektorkopplung.
  • Wir müssen Anreize für Investitionen in die neue Technologie schaffen, die eine effiziente Nutzung erneuerbarer Erzeugungskapazitäten sichern.

Hinsichtlich der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes kann Norddeutschland Vorreiter werden. Hier kann die Politik mit geringsten Kosten und dem niedrigsten Aufwand die nötigen Investitionsanreize schaffen.

Die Veröffentlichung „Windwasserstoff – Die Zukunft der Energiewende“  finden Sie hier.