Über 1.000 neue Ausbildungsplätze in der norddeutschen Chemie

Hamburg/Hannover –  Genau 1.016 neue Ausbildungsplätze haben die 300 Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes ChemieNord in diesem Jahr angeboten und damit ihr attraktives Angebot an Zukunftschancen für Schulabgänger in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent erhöht. Im Rahmen ihrer gemeinsamen Auswertung des diesjährigen Ausbildungsplatzangebots in der norddeutschen Chemie lobten der Landesverband Nord der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie und der Arbeitgeberverband ChemieNord dieses besondere Engagement der Unternehmen. „Die Unternehmen haben erkannt, dass sie vor dem Hintergrund des demografischen Wandels rechtzeitig beginnen müssen, ausreichend Fachkräfte für die Branche zu gewinnen“, so Dr. Jochen Wilkens, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes ChemieNord. Und Ralf Becker, Leiter des Landesbezirks Nord der IG BCE, hebt hervor, dass die zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft ausgehandelten Tarifverträge beispielsweise zur sozialen Absicherung im Alter den Einstieg in die Chemiebranche für junge Menschen besonders lohnenswert machten.

Die Auszubildenden in der chemischen Industrie verdienen derzeit in Hamburg und Niedersachsen im ersten Ausbildungsjahr 761 Euro. In Schleswig-Holstein sind es 753 Euro. Hinzukommen jeweils Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie attraktive Fördermöglichkeiten bei der Altersvorsorge. „Unsere Branche bietet vielfältige Ausbildungsberufe, gute Verdienstmöglichkeiten und zukunftsweisende Sozialleistungen. Wer hier lernt und arbeitet, hat beste Karrierechancen“, so Dr. Jochen Wilkens. Dass viele junge Leute bei Chemie nur an Labortätigkeiten denken, bedauert Ralf Becker. „In der Chemiebranche kann man alles werden. Hier haben Schulabgänger die Auswahl unter rund 60 verschiedene Berufen, vom Chemikanten über kaufmännische Ausbildungen hin bis zum Fachinformatiker.“

Dr. Jochen Wilkens und Ralf Becker richten deshalb den eindringlichen Appell an alle Schulabgänger, sich bei der Berufswahl auch über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Chemie zu informieren. Ein wichtiger Hinweis, denn eine Reihe junger Menschen scheint das Ausbildungsangebot der Chemiebranche derzeit noch nicht zu kennen. Bei den Chemieunternehmen im Norden hat das dazugeführt, dass in diesem Jahr 47 der neu angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten.

Schulabgänger, die sich über eine Ausbildung in der chemischen Industrie informieren möchten, finden unter der Internetadresse www.chemienord.de/ausbildung, auf  www.youtube.com/chemienord   oder unter www.nord.igbce.de alle nötigen Informationen.

Foto: Worlée Chemie GmbH / VCI / Wolfram Schroll/fotogloria